Treffpunkt: Kiosk in der Osthalle
1. Geführter Rundgang durch die wissenschaftlichen Laboratorien der Abteilung Pädiatrie I (Prof. Dr. J. Wilting)
Wie entstehen Blutgefäße? Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei der Entstehung von Gefäßen in Embryonen und Tumoren
Der Gefäßbaum des Menschen besteht aus arteriellen und venösen Leitungsbahnen und aus Kapillaren, die dem Stoffaustausch dienen. Die verschiedenen Gefäßtypen entstehen aus einem Geflecht von Röhrchen, die zunächst nur aus einem einzigen Zelltyp aufgebaut sind, den so genannten Endothelzellen. Wir werden das wachsende Gefäßsystem an lebenden Vogelembryonen und den Aufbau des reifen Gefäßsystems im Mikroskop beobachten. Abnormal entwickelte Gefäße werden wir in experimentell erzeugten Tumoren an lebenden Objekten untersuchen. Im molekularbiologischen Labor werden wir Techniken kennen lernen, mit denen man die genetischen Ursachen für abnormale Gefäßentwicklung untersuchen kann.
2. Geführter Rundgang durch die Funktionsräume der Pädiatrie II (Neurophysiologie)
Wie funktioniert unser Gehirn - was sind Hirnstromkurven und wie misst man Nervenleitgeschwindigkeiten?
Mit Hilfe von neurophysiologischen Methoden können elektrisch aktive Organe (Gehirn, Rückenmark, Nerven, Muskeln) untersucht werden.
Die Hirnstromkurve (Elektroenzephalogramm, EEG) erfasst die elektrische Aktivität der Hirnoberfläche. Mit ihr lassen sich Rückschlüsse auf allgemeine Funktionszustände des Gehirns sowie örtlich begrenzte Veränderungen und epileptische Anfallsbereitschaften ziehen. Sie ist ein einfaches und nicht belastendes Verfahren, um nach Funktionsstörungen des Gehirns zu suchen. Der Funktionszustand von Nervenbahnen kann durch die Bestimmung der Leitgeschwindigkeiten der Nerven ermittelt werden. Die zentralen Bahnen (Sehbahn, Hörbahn, Gefühlsbahnen), die durch Gehirn und/oder Rückenmark ziehen, können mittels evozierter Potentiale untersucht werden. Bei den peripheren Nerven können die sensiblen und motorischen Nervenleitgeschwindigkeiten bestimmt werden. Die genannten neurophysiologischen Techniken zählen neben den bildgebenden Verfahren (Computer-Tomographie, Kernspin-Tomographie) zu den wichtigsten neurologischen Diagnose-Verfahren und sind Basistechniken für die klinisch-neurologische Forschung. Die Funktionsweise und auch praktische Beispiele, d. h. Schreiben einer Hirnstromkurve und Messung einer Nervenleitgeschwindigkeit werden demonstriert.
3. Geführter Rundgang durch die Funktionsräume der Abteilung Pädiatrie III
Besuchern mit besonderem Interesse möchten wir durch geführte Rundgänge einen Einblick in die wichtigsten Funktionsräume unserer Abteilung ermöglichen. Dort erhalten Sie die Gelegenheit, ein Herzkatheterlabor von innen zu sehen, einen Stent (Drahtgeflecht zum Offenhalten verengter Gefäße) oder einen Herzschrittmacher selbst einmal in die Hand zu nehmen und zu erfahren, was eine "Spiroergometrie" ist.





