Kurzbeschreibung des Forschungsgebiets:
"Zu blass - zu rot" - beides ist Ausdruck einer Störung des Gleichgewichtes zwischen der Zahl der roten Blutkörperchen und den Erfordernissen des menschlichen Organismus. In der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin Ulm bilden besondere Formen der Blutarmut, die Thalassämien, ebenso wie Erkrankungen infolge einer zu hohen Zahl roter Blutkörperchen, die Erythrozytosen, Schwerpunkte der Forschung in Klinik und Labor. Unsere Forschung soll zu einem besseren Verständnis dieser Krankheiten führen und uns ermöglichen betroffenen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen optimal zu helfen.
Informationen zum Vortrag:
Die roten Blutkörperchen ("Erythrozyten") dienen dem Sauerstofftransport im Blut, ohne den der Mensch nicht leben könnte. Zu den Erkrankungen, die die roten Blutkörperchen betreffen, gehören Anämien (= Blutarmut), die mit ausgeprägter Blässe einhergehen können. Eine auffallende Röte, vor allem des Gesichtes, kennzeichnet dagegen Erkrankungen, bei denen es zu viele Erythrozyten gibt ("Erythrozytosen").
In der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin Ulm werden verschiedene Erkrankungen der roten Blutkörperchen wissenschaftlich untersucht. Bei den Anämien sind dies insbesondere die Erkrankungen des roten Blutfarbstoffes, des Hämoglobins. Seit vielen Jahren ist unserHämoglobinlabor nationales Referenzzentrum für die Diagnostik dieser Erkrankungen. Die wissenschaftliche Arbeit umfasst vielfältige Aspekte der Thalassämien, einschließlich der Ursachen, der Epidemiologie, der Folgeerkrankungen, sowie neuer Behandlungsmöglichkeiten. Eine wichtige Basis bildet die vor 15 Jahren hier begründete deutsche #-Thalassämiestudie.
Erkrankungen, bei denen es zu viele Erythrozyten gibt, bilden einen weiteren Schwerpunkt unserer wissenschaftlichen Arbeit. Neben der Erforschung bisher unbekannter Ursachen angeborener Erythrozytosen steht die Untersuchung klinischer Aspekte dieser seltenen Erkrankungen, auch im Rahmen einer Beobachtungsstudie (PV-ERY-KA 03), im Mittelpunkt des Interesses.





