Kurzbeschreibung des Forschungsgebiets:
Eine Reihe von wegweisenden Forschungsergebnissen auf unterschiedlichen Gebieten haben dazu beigetragen, die Überlebensrate von kleinen Frühgeborenen in den letzten 20 Jahren dramatisch zu verbessern. Gleichermaßen sank die Grenze, ab welcher Schwangerschaftswoche ein Überleben außerhalb der Gebärmutter möglich wurde. Die Häufigkeit behinderter Kinder stieg dabei nicht an, da die meisten Frühgeborenen ohne schwerwiegende Schäden überlebten.
Informationen zum Vortrag:
Die Überlebensrate kleiner Frühgeborener stieg in den letzten 20 Jahren kontinuierlich an. Im gleichen Maße sank die Grenze, ab welcher Schwangerschaftswoche ein Überleben außerhalb der Gebärmutter möglich war (siehe Abbildung). Systematische Forschung leistete einen erheblichen Beitrag hierzu. Zentren mit hoher Forschungsaktivität, wie die Universität Ulm, hatten überdurchschnittliche Überlebensraten, auch im bundesweiten und weltweiten Vergleich. Dabei kam es zu keiner Zunahme des Anteils behinderter Kinder, da die Zunahme der überlebenden Kinder vor allem mit einer Zunahme des gesunden Überlebens einherging.
Forschungsschwerpunkte in Ulm umfassen die Optimierung der Primärversorgung im Kreißsaal, Verbesserung der kindlichen Lungenfunktion durch Surfactanttherapie und schonendere maschinelle Beatmung, optimale Versorgung der wachsenden Knochen, optimale Hormonversorgung, an die speziellen Erfordernisse angepasste Ernährung und Interventionen zur Verbesserung der Mutter-Kind-Bindung. Die Forschungsergebnisse und ihre Umsetzung in die klinische Praxis werden an einem Beispiel vorgestellt.






