Gene spielen bei der Entstehung vieler kindlicher Epilepsien eine Rolle. Durch die Zusammenarbeit verschiedener Universitätsinstitute wurden Familien mit mehreren epilepsiekranken Mitgliedern untersucht. Dabei konnten einige Epilepsien auf Defekte in einem einzelnen Gen zurückgeführt werden. In den meisten Fällen sind Ionenkanäle betroffen. Häufiger sind Epilepsien, die beim Zusammenwirken mehrerer Gene manifest werden.
Therapieversuche an verschiedenen Kliniken haben gezeigt, dass durch eine "ketogene Diät" bei schwerbehandelbaren Epilepsien teilweise eine erfreuliche Verbesserung der Anfallssituation erreichbar ist. Diese Diät muss über Monate bis Jahre durchgeführt werden. Sie hat einen hohen Fettanteil und verlangt daher eine konsequente Überwachung des kindlichen Stoffwechsels. . Die genetische Forschung lässt weiterhin hoffen, dass man noch wirksamere Medikamente für die Behandlung von Epilepsien entwickeln kann.
Die Erziehung von Kindern und Jugendlichen mit Epilepsien wirft viele Probleme auf. Untersuchungen zeigen, dass die Belastungen im Alltag und die Lebensqualität der Familienmitglieder oft beeinträchtigt sind. Durch qualifizierte Behandlung, Aufklärung und Alltagsgestaltung soll ein normales, d.h. dem Alter und der Entwicklung entsprechendes Leben für Kinder und Jugendliche mit Epilepsien ermöglicht werden.





