Kurzbeschreibung des Forschungsgebiets:
Im Forschungsgebiet "Körpergewichtsregulation" werden experimentelle und klinische Untersuchungen durchgeführt, deren Ergebnisse unser Verständnis für die komplexe Regulation des Gewichts und der Energiespeicher des menschlichen Körpers erweitern. Ziel ist es, neue Wege zur Behandlung von Gedeihstörungen, der Adipositas und der Magersucht zu finden. Ein Schwerpunkt der Forschungsaktivitäten in Ulm ist die Untersuchung der Regulation der Energiespeicher im Fettgewebe sowie dessen metabolische und endokrine Funktion.
Informationen zum Vortrag:
Das Körpergewicht stellt eine komplex regulierte Größe dar, an dem genetische und Umweltfaktoren beteiligt sind. Die rezente Zunahme der Adipositas belegt die Bedeutung der Umweltfaktoren. Unabhängig davon werden 40%-70% der Varianz der Energiespeicher des Körpers (Fettmasse) durch genetische Faktoren erklärt.
Tierexperimentelle Untersuchungen zeigen, dass eine energiereduzierte Diät zu einer raschen Gewichtsabnahme führt, jedoch die Versuchstiere wieder schnell an Gewicht zunehmen, sobald die Diät gelockert wird. Dies verdeutlicht, dass Einschränkungen der Energiezufuhr eine Gegenregulation auslösen, die letztlich den Organismus vor dem Verhungern schützt.
Im Vortrag wird über neue spannende Erkenntnisse der Körpergewichtsregulation beim Menschen berichtet. Im Besonderen werden die neu entdeckten Aufgaben des Fettgewebes als endokrines Organ dargestellt, dessen Funktion bei Normalgewicht wichtig für die Entwicklung der Kinder ist, jedoch bei Übergewicht erhebliche Schäden hervorruft.

Abbildung: Menschliche Fettzellen (Oil Red Färbung, Vergrößerung 1:100)





