- Tumor sichtbar machen
- Untersuchung des Dickdarms am Computersimulator "Alfons"
- Ist Krebs vererbbar? - Stammbaumanalyse
- Essen und Trinken macht gesund!
Praktische Tipps und Verkostung - Lungenkrebs - Was kann der Chirurg tun?
- Radioimmuntherapie: Kombinationstherapie gegen die Krebszelle
- Tumor-Suppressor p53 - Wächter des Genoms
- Den Krebs "aushungern": Anti-Angiogenese
- Krebs im Mund: Rekonstruktion und Implantologie
- Tumorzentrum
- Für mehr Lebensqualität bei Brustkrebs:
Psychosoziale Beratung hilft - Kapsel-Endoskopie: Ein Mini-U-Boot geht auf die Reise durch den Darm
- Tumore des Zentralnervensystems
Stundenplan Führungen
11:30 und 13:30 Uhr (je 15 Personen)
Führung durch die Abteilung Palliativmedizin mit Gelegenheit für Fragen und Austausch
Abt. Palliativmedizin
"Palliativmedizin" (lat. pallium = Mantel) - darunter verstehen wir die Behandlung von Patienten mit einer nicht heilbaren, fortschreitenden oder weit fortgeschrittenen Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung. Das Hauptziel ist die Begleitung der Patienten. Ihre Lebensqualität soll erhalten oder verbessert werden. Aktive Symptomkontrolle (wie die Behandlung von Schmerzen, Luftnot, Übelkeit und Erbrechen, Angst, Schlafstörungen oder Unruhe), die Betreuung der Angehörigen, Kommunikation, psychosoziale Begleitung, zeitbegrenzte Rehabilitation und Trauerbegleitung sind wesentliche Bestandteile eines palliativmedizinischen Therapiekonzeptes. Viele verschiedene Berufsgruppen und medizinische Fachdisziplinen tragen zu unseren Behandlungs- und Versorgungsleistungen bei.
Die weit überwiegende Anzahl unserer Patienten leidet an einer fortgeschrittenen Krebserkrankung. Palliativmedizin versteht sich auch als frühzeitige Ergänzung einer umfassenden Krebsbehandlung. Ziel aller eingesetzten Maßnahmen ist eine bestmögliche Auswirkung auf die Lebensqualität durch Linderung von Beschwerden.
12:00 Uhr (je 10 Personen)
Endoskopie und Sonographie
Abt. Gastroenterologie und Endokrinologie
12:00, 13:00 und 14:00 Uhr (je 15 Personen)
Turbo-Computertomographie: Wie der menschliche Körper durchsichtig wird
Abt. Diagnostische Radiologie
Genau acht Sekunden dauert die Fahrt des Patienten durch die Tunnelröhre. Dann ist er in Scheibchen "zerlegt". Homo sapiens scheibchenweise, jede Scheibe 0,625 Millimeter dick. Das heißt: Ein 1,80 Meter großer Mensch zerfällt binnen acht Sekunden dank Röntgenstrahlung in 2.880 dünne Schichten.
Möglich macht es die jüngste Errungenschaft in der Radiologie: die Turbo-Computertomographie. Sie erlaubt spektakuläre Einsichten in den Körper und vermittelt ein Menschenbild in bisher nicht erreichter Schärfe und Eindringlichkeit - und das alles in einem atemberaubenden Tempo.
Durch die neueste Generation der Computertomographen wird unser Körper nun fast vollständig durchsichtig. Das Gerät in der Universitätsmedizin Göttingen ist die aktuelle Variante eines sogenannten 64-Zeilen-Computertomographen. Das heißt: Pro Umdrehung der Röntgenröhre werden 64 Zeilen - das sind Schnittbilder à 0,625 Millimeter - abgelesen. Das entspricht einer Strecke von vier Zentimetern. Auf diese Weise können Radiologen mit einem einzigen Schnappschuss einen viel breiteren Abschnitt des Körpers erfassen als mit den Vorgängermodellen. Dies ist eine Verbesserung, die sich vor allem bei Herz- und Gefäßuntersuchungen auszahlt.
14:15 und 15:00 Uhr (je 15 Personen)
Labormedizin: Diagnose und Überwachung von Krebserkrankungen
Abt. Klinische Chemie
Die Labormedizin spielt eine wichtige Rolle bei der Diagnose und Überwachung von Krebserkrankungen.
In der Vorsorge kommen z. B. Tests auf verborgenes Blut im Stuhl (Früherkennung Darmkrebs) oder der PSA Test (bei Prostatakrebs erhöht) zum Einsatz. Diese Labortests ermöglichen es, die Krankkheit frühzeitig zu erkennen und verbessern damit die Aussicht auf Heilung.
Wurde zur Behandlung einer Krebserkrankung eine Chemotherapie eingesetzt, wird häufig das blutbildende System im Knochenmark vorübergehend geschädigt. Die Patienten sind dann anfälliger für Infekte (durch Unterdrückung von Abwehrzellen) und neigen zu Blutungen (durch Verminderung der Blutplättchen). Regelmäßige Laborkontrollen entdecken solche Komplikationen frühzeitig. So kann durch eine gerichtete Therapie, z. B. mit Antibiotika und Blutprodukten, der Heilungsprozess beschleunigt werden. Das gilt auch für andere Organfunktionen, vor allem der Leber und der Niere, die ebenfalls engmaschig kontrolliert werden müssen.
In der Universitätsmedizin Göttingen werden lebenswichtige Blutuntersuchungen 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr durchgeführt. Die Laborführung durch den Routine-Bereich des Zentrallabors zeigt Ihnen Abläufe und Analytik im Zentrallabor. Sie lernen den Weg der Probe vom Patienten in das Labor kennen, sehen die Probenvorbereitung und die Großanalyser. Zur Einführung wird eine kurze Präsentation gezeigt. Es besteht selbstverständlich die Gelegenheit, Fragen zu stellen.
11:00, 13:00 und 15:00 Uhr (je 10 Personen)
Liquorlabor
Abt. Neurologie
12:00, 13:00, 14:00 und 15:00 Uhr (je 5 Personen)
Führung durch die Therapiestation
Abt. Nuklearmedizin
Der Rundgang durch die Abteilung Nuklearmedizin bietet Ihnen einen kleinen Einblick hinter die Kulissen der Diagnostik, Therapie und Forschung. Zu sehen sind die verschiedenen Großgeräte, die in der Nuklearmedizin zum Einsatz kommen. In einer kleinen Demonstration wird das Thema "Radioaktivität" nahe gebracht. Darüber hinaus können Sie als einmalige Gelegenheit unsere Therapiestation besichtigen. Diese Station ist besonders geschützt und normalerweise nicht zugänglich. Natürlich beantworten wir Ihnen gerne alle Fragen direkt vor Ort und freuen uns auf Ihre rege Teilnahme.
11:30, 12:00, 13:00, 13:30, 14:00 Uhr und 15:00 Uhr (je 15 Personen)
Wer diagnostiziert den Krebs?
Abt. Pathologie, Abt. Gastroenteropathologie
Die Führung durch das Zentrum Pathologie zeigt, welche Aufgaben die Pathologie beim Erkennen und Behandeln von Krebs hat. Sie lernen die Arbeitsweise des Pathologen kennen. Gezeigt wird der Weg eines Präparats vom Eingang bis zur Diagnose.
11:00, 12:00, 13:00, 14:00 und 15:00 Uhr (je 8 Personen)
Führung durch die kinderonkologische Station
Abt. Pädiatrie I mit Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie
ab 11:00 fortlaufend
Mit Ultraschall unter die Haut schauen
Station 5011 (Abt. Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie)
Ultraschall-Untersuchungen sind wohl die am häufigsten angewandte Untersuchungstechnik zur Bilddarstellung und heute in fast allen Bereichen der Medizin verbreitet. Auch bei gut- und bösartigen Erkrankungen des Kopf- und Halsbereiches wird die Ultraschalldiagnostik regelmäßig eingesetzt.
Zur Untersuchung wird ein Schallkopf von außen auf die zu untersuchende Körperstelle (Hals, Gesicht, Kieferhöhle) aufgesetzt, meist nach Aufbringen einer kleinen Menge Gels zum besseren Kontakt. Diese Untersuchung ist völlig schmerzfrei. Der Schallkopf sendet kurze Schallwellen, die vom Körper reflektiert werden ("Echos"). Aufgrund dieser Echos berechnet das Ultraschallgerät ein Schnittbild der unter der Haut liegenden Strukturen.
So können beispielsweise Halslymphknoten auf Bösartigkeit untersucht werden, Speichelsteine in den Speicheldrüsen gefunden werden oder andere Knoten vermessen und eingeordnet werden. Der Arzt kann dem Patienten umgehend eine Verdachtsdiagnose und einen Therapievorschlag an die Hand geben.
In der Nachsorge bei Krebspatienten werden die Lymphknoten regelmäßig vorsorglich untersucht, um bei Tumorabsiedelung in den Lymphknoten rechtzeitig handeln zu können.
Der Vorteil der Ultraschalldiagnostik: im Gegensatz zu Röntgenstrahlen entsteht keine Strahlenbelastung. Auch die Untersuchung von Schwangeren und Kindern ist risikolos möglich.
In praktischen Übungen kann jeder, der Lust hat, sich selbst und anderen "unter die Haut" schauen. Kennen Sie schon Ihre Speicheldrüsen? Oder haben Sie schon mal Ihre Halsschlagader oder einen Ihrer Lymphknoten gesehen? Probieren Sie es aus!





