10.00 - 15.15 Uhr: Vortragsreihe mit sieben Vorträgen
Vortragsdauer: 30 Minuten, 10 Minuten für Fragen des Publikums, 5 Minuten Pause
- 10.00 - 10.05 Uhr - Begrüßung (Prof. Roth)
- 10.05 - 10.45 Uhr - Hilft Sport gegen den Krebs? (Dr. Elter)
Wie sehr Bewegung und Sport die Gesundheit fördert und erhält ist mittlerweile Allgemeinwissen. Was jedoch, wenn der Ernstfall eintritt und die Diagnose Krebs gestellt wird? Bis vor wenigen Jahren galt, dass Bewegung oder gar Sport unter einer Chemotherapie kontraindiziert sei. Der Stellenwert der Sporttherapie wurde in erster Linie in der Rehabilitation gesehen. Neuere Daten von großen Studien zeigen nun erstaunliche Ergebnisse bei Patienten, die nach Diagnosestellung begannen, sich regelmäßig zu bewegen. Das neue Wissen über Patienten, die trotz sehr intensiver Chemotherapien bis hin zur Knochenmarktransplantation sportlich aktiv waren und auch dazu angehalten wurden, revolutioniert unser bisheriges Verständnis im Umgang mit Tumorpatienten.
- 10.50 - 11.30 Uhr - Pillen statt Chemotherapie - die neue Generation von Krebsmedikamenten (Dr. Zander)
Durch das zunehmende molekulare Verständnis von Tumoren und die komplette Entschlüs-selung des menschlichen Genoms konnten in den letzten Jahren neue Therapeutika entwickelt werden. Diese gezielten Therapeutika in Tablettenform zeigen erstaunliche klinische Erfolge bei einer Reihe von bösartigen Tumoren. Vor allem durch einen gezielten, molekular begründeten Einsatz dieser Medikamente, ist mit einer durchschlagenden Verbesserung der Krebsbehandlung zu rechnen. Derzeit befindet sich eine Vielzahl solcher Medikamente in der klinischen und präklinischen Entwicklung. Daher besteht die Hoffnung in Zukunft die Behandlung von Tumorerkrankungen deutlich zu verbessern. - 11.35 - 12.15 Uhr - Krebs und die Seele (Prof. Tschuschke)
Seele/ Psyche und Körper wirken aufeinander - doch wie sind die genauen Zusammenhänge zwischen seelischen/ psychischen Prozessen und der Verlauf einer Krebserkrankung? Hängen gar psychische Befindlichkeit und Krebsentstehung zusammen - auch wenn die sogenannte Krebspersönlichkeit wissenschaftlich nachweisbar nicht existiert?! Auf diese Fragen antwortet der Vortrag. Zudem werden psychologische Hilfen vorgestellt, die Krebskranke in Anspruch nehmen können. - 12.20 - 13.00 Uhr - Krebs bei Kindern: Patient - Familie - Freunde - Medizin (Prof. Berthold)
Eines von 500 Kindern erhält bis zu seinem 15. Lebensjahr die Diagnose Krebs. Krebs ist ein Sammelbegriff für sehr unterschiedliche Krankheiten, die durch unkontrolliertes Wachstum von körpereigenen Zellen gekennzeichnet sind. Dabei entstehen unreife Körperzellen, die keine Funktion im Organismus übernehmen und gesundes Körpergewebe verdrängen. Dieser Veränderungsvorgang bedeutet eine Lebensbedrohung. Krebs kann in Form von Leukämie (Blutkrebs) oder als bösartige Geschwulst (Tumor) überall im Körper auftreten. Dank moderner Medizin können heute drei von vier erkrankten Kindern dauerhaft geheilt werden. Der Weg bis zur Heilung ist aber äußerst beschwerlich, zum Teil gefährlich und nur mit großer Anstrengung und Unterstützung durch die Familie, Freunde, Kindergarten und Schule zu bewältigen. In dem Vortrag werden die wichtigsten Krebsarten kurz beschrieben, die Grundlage für medizinische Erfolge erläutert und Anregungen für eine sinnvolle Unterstützung der Erkrankung dargestellt. Außerdem wird erläutert, welche Hilfe Kindern und Familien gegeben werden kann, wenn die Krankheit nicht besiegt werden kann. - 13.05 - 13.45 Uhr - Nie mehr in die Sonne? Wie ich mich vor Hautkrebs schütze! (PD Dr. Roers)
Hautkrebs entsteht durch eine bösartige Entartung von Zellen der Haut. Die Ursachen dieser Entartung sind vielfältig und verschieden. Zum einen ist eine genetische Prädisposition von großer Bedeutung, sehr wesentlich sind aber auch Umweltfaktoren wie z.B. das Sonnenlicht. Je nach dem welcher Zelltyp der Ursprung des bösartigen Wachstums ist, entstehen sehr unterschiedlich aggressive Tumoren, die verschiedenartige Therapieverfahren erfordern. Risikofaktoren, Prävention und Therapieformen werden im Vortrag vorgestellt. - 13.50 - 14.30 Uhr - Brustkrebs: Wer ist gefährdet und wie kann man sich vor Brustkrebs schützen? (Frau Prof. Schmutzler)
Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Die Erkrankungsraten steigen wei-terhin an und die Frauen erkranken in immer jüngerem Alter. Neuere Untersuchungen belegen, dass neben genetischen Risikofaktoren auch Umweltfaktoren und Lebensstil das Erkrankungsrisiko beeinflussen. Wir wollen Sie darüber informieren, was Sie selbst tun können, um Brustkrebs zu verhindern und wie wir Sie darin unterstützen können. - 14.35 - 15.15 Uhr - Vorsorgeuntersuchungen zur Behandlung von Darmkrebs: Möglichkeiten und Nutzen (Dr. Waldschmidt)
Darmkrebs ist nach wie vor einer der häufigsten und sehr weit verbreiteten Krebsarten in Europa. Es ist aber auch eine der Krebserkrankungen, die durch Vorsorgeuntersuchungen früh erkannt und damit frühzeitig behandelt werden kann. Die Heilungschancen hängen wesentlich davon ab, wie frühzeitig der Darmkrebs entdeckt und entfernt wird. Im Vortrag soll deshalb über die Möglichkeiten der Früherkennung berichtet werden.





